Wie funktionieren Haare?
Man glaubt es erst gar nicht, wenn man hört, dass sich alleine auf dem Kopf eines gesunden Menschen zwischen 100000 und 150000 Haare befinden. Eine enorme Zahl, weswegen auch die 60 bis 100 Haare, die man täglich verliert, nicht sonderlich ins Gewicht fallen. Haarausfall nennt man es erst dann, wenn es mehr Haare pro Tag werden.
Das Wachstum des Haares beginnt logischerweise in der Wurzel. Mehrere Jahre befindet es sich in der Anagenphase. Neunzig Prozent aller Haare sind in diesem Zustand. Danach folgt die Katagenphase, in welcher die Produktion von Zellen eingestellt wird. Enden tut es mit der Telagenphase, einer Periode der Ruhe, in welcher sich die Haarwurzel erholt. Danach fällt das Haar aus, um Platz für seinen Nachfolger zu machen.
Aus einer gesunden Wurzel bilden sich immer wieder neue Haare. Beim androgenetischen Haarausfall, wie man ihn oft bei Männern mit beginnenden Geheimratsecken und sich lichtender Tonsur beobachten kann, ist die Haarwurzel jedoch überempfindlich gegenüber DHT. Hier verkürzt sich die Wachstumsphase immer mehr und die Haare brechen früh ab. Am Ende vernarbt die Wurzel und stellt die Produktion ganz ein.
Nun könnte man resignieren und sich darüber freuen, dass die Wurzeln am Hinterkopf und im Nackenbereich immun dagegen sind und so zumindest der Haarkranz erhalten bleibt. Doch dies ist ein schwacher Trost. Zwar gibt es Mittel Medikamente gegen Haarausfall wie Regaine Minoxidil und Propecia Finasterid, die der Überempfindlichkeit der Haarwurzeln entgegenwirken, oder die Durchblutung steigern, doch ist der Erfolg oft bescheiden und nicht nachhaltig.
Glücklicherweise gibt es Hilfe in Form von einer Transplantation der Eigenhaare. Hierbei entnimmt ein Facharzt Haare aus den nicht betroffenen Regionen des Kopfes und setzt sie an den Kahlstellen mitsamt der Follikel ein. Dort wachsen die Haare dann einfach weiter und der Eindruck eines natürlichen Haupthaars entsteht. Die Haartransplantation und Haarverpflanzung stellt also eine echte Lösung für die Haarprobleme dar. Und auch wenn man meinen sollte, diese Operation wäre nur etwas für Besserverdienende, so ist dies ein Irrtum. Jeder kann sie sich leisten, auch in den USA oder Kanada, wo dieser Eingriff als hair restoration oder hair transplant bekannt ist.